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Parkraummanagement
Parallel zum PIDP ist ein Parkraummanagement (PRM) für den gesamten DICI-Raum dringend erforderlich, soll der Umstieg auf den Öffentlichen Transport tatsächlich gelingen. Um dem ÖPNV einen besonderen Stellenwert beizumessen, beschlossen die Bürgermeister und Minister, eine Pilotstudie für ein Parkraummangement für den DICI-Raum durchführen und testen zu lassen. Ein Parkraummanagement setzt sich aus drei Elementen zusammen: aus einer angemessenen Bereitstellung von Stellplätzen für Pkws, aus der Bewirtschaftung dieser Stellplätze und aus einem Ausbau des Öffentlichen Transportes - entsprechend den verkehrspolitischen Zielen des Programme Directeur d'Aménagement du territoire und des IVL. Zweck des Parkraummanagements ist es, die Anzahl der Stellplätze zu steuern, um einen zusätzlichen Anreiz zur Nutzung der öffentlichen Transportmittel zu schaffen. Aus Erfahrungen aus vielen europäischen Städten ist bekannt, dass dies am besten gelingt, wenn Bus und Bahnen gut erreichbar, bequem und schnell sind. Damit ließen sich bis zu 30 Prozent an Autofahrten einsparen. Auf Grund von Befragungen von Haushalten, Betrieben und Kunden wurden die Fahrgewohnheiten und die Parkplatznachfrage analysiert. Ein Ergebnis daraus ist, dass pro Haushalt rund 1,5 Pkws vorhanden sind, und dass 1,4 bis 1,9 Stellplätze pro Wohneinheit und im Schnitt rund vier Stellplätze pro 100 Quadratmeter Betriebsfläche von Kommunen und Betrieben bereitgestellt werden. Daraus kann man schliessen : die meisten Menschen im Süd-Westen der Agglomeration der Stadt Luxemburg haben ein Auto, fahren damit zur Arbeit und finden, mit Ausnahme in der Stadt Luxemburg, genügend Stellplätze für ihren Wagen. Es besteht also für sie kaum ein Grund, Bus und Bahnen zu nutzen. Folglich muss ein Parkraummanagement für alle Kommunen eingeführt werden, um die Menschen zum Fahren mit dem Öffentlichen Transport zu bewegen und den prognostizierten Zuwachs an Bevölkerung bis 2030 verkehrstechnisch handhaben zu können. Die Pilotstudie unterscheidet bei der Bereitstellung von Stellplätzen zwischen den Bereichen Wohnen, Büros, Handwerks- und Industriebetriebe sowie Einzelhändler. Für jeden von ihnen sind auf Grund ihrer unterschiedlichen Betriebsbedingungen andere Stellplatzangebote zu schaffen: Einzelhändler zum Beispiel haben einen weit höheren Besucherverkehr als Handwerksbetriebe. Einzelhändler und Bürodienstleister sind wiederum eher in Wohnbereichen zu finden, während die Industriebetriebe am Rande der Stadt oder Gemeinde liegen. Darüber hinaus ist der Standort von entscheidender Bedeutung: je näher ein Büro oder Betrieb an Knotenpunkten des Öffentlichen Transportes liegt, desto restriktiver können dort Stellplätze ausgewiesen werden. Je weiter weg er davon liegt, desto mehr Stellplätze müssen die Mitarbeiter vorfinden, um mit ihrem PKW zur Arbeit fahren zu können, da der ÖPNV hier nicht ausreichend ist. Um das Parkraummangement im Konventionsgebiet realisieren zu können, ist ein koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten notwendig. Zugleich braucht es die Unterstützung durch den Öffentlichen Transport wie auch durch eine Siedlungsplanung und -entwicklung, die das Konzept der "Stadt der kurzen Wege" verfolgt. Hierbei ist auf eine gesunde Durchmischung der einzelnen Quartiere und Ortschaften zu achten um die Möglichkeit eines kurzen Arbeitsweges zu schaffen. Weiterhin ist auf eine der Lage angepasste Dichte sowie auf das Leitziel "Innenentwicklung vor Aussenentwicklung" zu achten. Werden diese Maßnahmen zusammen mit kurzen Taktzeiten eines schnellen und fahrplanzuverlässigen Öffentlichen Transportes realisiert, wird das viele Bewohnerinnen und Bewohnern ermutigen, auf Busse, Bahnen und Fahrrad umzusteigen. Für die 5 Gemeinden folgt daraus, ihre Siedlungen in qualitativer und zeitlicher Abstimmung mit dem Ausbau der Mobilitätsinfrastruktur zu entwickeln. Résumé PRM
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